Zugverkehr auf der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen

Zum Artikel "CDU gegen das Bähnchen"
Siegener Zeitung 13.02.2001

von Peter Ladda, Im Unteren Marktfeld 14, 57271 Hilchenbach - 27.02.2001

Wenn man die Ausführungen des CDU-Kreisvorstands zur Johannlandbahn liest, gewinnt man den Eindruck, dass dort entweder nicht verstanden wurde, worum es eigentlich geht oder aber bewusst Fehlinformationen verbreitet werden, um davon abzulenken, dass die Argumente, die gegen die Reaktivierung der Strecke vorgebracht werden, doch sehr dürftig sind. Wie sonst kann es sein, dass in der Pressemitteilung von einem "schlechten Bähnchen", das "das bestehende Busangebot zerstört und die Versorgung für die Bevölkerung verschlechtert", die Rede ist. Wie kürzlich im Kreistag vorgetragen wurde, ist vielmehr geplant, zwischen Siegen und Deuz einen Halbstundentakt auf der Schiene einzurichten, der durch Buslinien, die mindestens stündlich die bahnfernen Ortschaften bedienen, ergänzt wird. Dies bedeutet gegenüber der aktuellen Situation eine deutliche Verbesserung insbesondere hinsichtlich Schnelligkeit, Komfort und Fahrtenhäufigkeit und hat mit dem aus heutiger Sicht musealen Bahnbetrieb wie er bis 1968 zwischen Weidenau-Vorbahnhof und Irmgarteichen-Werthenbach durchgeführt wurde und der offenbar den Autoren der Pressemitteilung noch vorschwebt, nichts mehr gemein. Eine höhere Akzeptanz des öffentlichen Personennahverkehrs ist, wie zahlreiche Beispiele belegen, nur durch Einbeziehung der Schiene zu erreichen. Dadurch würde dann auch tendenziell eine Entlastung der Straßen im oberen Siegtal erreicht. Die Ortsumgehung Netphen ist unter städtebaulichen Gesichtspunkten sicherlich sinnvoll, eine Entlastungswirkung wird davon allerdings nicht ausgehen, da der bestehende Verkehr lediglich in heute noch ruhige Bereiche des Ortes verlagert wird.



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