Zugverkehr auf der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen

Leserbrief zu "Hilchenbach gegen Johannlandbahn" WR vom 26.02.2001

von Thomas Reincke, Engsbachstr. 56, 57076 Siegen - 13.03.2001

Hilchenbach sollte kreisfreie Stadt werden

Die Ablehnung des SPD-Ortsvereins zur Johannlandbahn bestätigt mal wieder die egoistische Haltung der in dieser Stadt vorherrschenden Politik. Erwähnt sei hier nur die mangelnde Bereitschft, sich an den Kosten der Fahrradmitnahme in der Rothaarbahn oder an dem Siegener Projekt Apollo-Theater zu beteiligen. Immer ist die große Mehrheit der Ratsherren dieser Stadt in Sorge, Gelder auszugeben, für Dinge die ihnen selbst nichts nützen. Die beste Lösung für Hilchenbach wäre wohl der Schritt aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein heraus, um kreisfreie Stadt zu werden.

Dann würde, Kultur-Pur zu einer Veranstaltung ausschließlich in Hilchenbacher Verantwortung und müsste ohne finanzielle Unterstützung anderer Kommunen finanziert werden. Ob nicht in Hilchenbach ansässige Sponsoren das Festival unterstützen würden?

Bundesverkehrsminister Bodewig sollte dringend der Tipp gegeben werden, seine Bundesstraße 508 zwischen Dahlbruch und Lützel in kommunale Verantwortung abzustoßen. Nach der Verkehrszählung des Landes haben die meisten Autos auf dieser Straße Quelle oder Ziel im Hilchenbacher Stadtgebiet. Ein Landkreis ist eine Solidargemeinschaft. Wer selber davon profitieren möchte, muss auch anderen den Nutzen aus dieser Gemeinschaft gönnen.

Die Hilchenbacher bekommen die Züge auf ihrer Rothaarbahn vollständig aus den Regionalisierungsmitteln des Landes NRW finanziert, weil auf der Strecke im Fahrplanjahr 1993/94 Personenverkehr durchgeführt wurde. Die Netphener Bevölkerung hatte das Pech, dass auf ihrer Eisenbahnstrecke am Stichtag keine Züge fuhren. Was würden wohl die Hilchenbacher sagen, wenn die Rothaarbahn zu Gunsten der Johannlandbahn stillgelegt würde. Durch Umlegung der Zugleistungen ins Netpherland könnten die gefahrenen Kilometer und Kosten dieselben bleiben. Nutznießer wären dann andere. Angesichts ständiger Fahrgastklagen über zu volle Züge ist dieser Vorschlag nicht ganz ernst gemeint, sondern ganz im Gegenteil, das Zugangebots zwischen Siegen und Hilchenbach sollte zum Halbstundentakt ausgeweitet werden.

Der Zustand unserer Straßen ist wirklich beklagenswert. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, die Mittel für den Straßenneubau zur Unterhaltung vorhandener Straßen zu verwenden. Obwohl die Mittel für den Erhalt des vorhandenen Straßennetzes nicht einmal ausreichen, werden immer neue Straßen gefordert und gebaut, deren Unterhaltung erst recht nicht gesichert ist.



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