Zugverkehr auf der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen

Nahverkehr aus einem Guß
ein Beitrag zur aktuellen Diskussion

Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn" - 08.02.1999

Die Kosten für die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Siegen-Weidenau - Netphen - Deuz (- Werthenbach) werden von den PolitikerInnen und der Bevölkerung zur Zeit diskutiert. In diesem Zusammenhang erklärte die Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn", daß die Kosten für die erforderlichen neuen, modernen Fahrzeuge zu einem großen Teil vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen werden. Die Fahrzeuge werden zu 65 Prozent, die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Modernisierung der Strecke, Neubau von Haltepunkten, Umbau des Weidenauer Bahnhofs etc.) sogar zu 90 Prozent gefördert. Insgesamt hat das Land NRW für die Reaktivierung der Johannlandbahn 35 Millionen DM bereitgestellt. Das ist mehr, als das vom Kreistag in Auftrag gegebene Gutachten der Kasseler Planungsgruppe Nord (PGN) von 1997 für erforderlich hält. "Damit sind wir in dieser Hinsicht schon mal auf der sicheren Seite.", so Christian Wachs, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn".

In den letzten Wochen wurden Stimmen aus den Reihen der Kommunalpolitik laut, die VWS würde durch die Reaktivierung der Johannlandbahn aufgrund der starken Auslastung der Linie 61 ein wichtiges Standbein verlieren. Um gerade das zu verhindern, könnten die VWS verschiedene Wege im Sinne einer optimalen Kundenorientierung sowie einer Attraktivitätssteigerung für Neukunden beschreiten.

Einerseits könnten die verschiedenen Ortschaften des Netpher- und Johannlandes in häufiger Taktfrequenz (integraler Taktfahrplan, ein Netz, einen Tarif) auf einer Vielzahl von Linien an die Johannlandbahn angeschlossen werden. Andererseits könnte die VWS aber auch ein eigenes Eisenbahn-Verkehrsunternehmen gründen. Dies ist seit der "Bahnreform" ein Leichtes. Die geforderten formalen Voraussetzungen können von der VWS ohne Schwierigkeiten erfüllt werden.

Mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft GmbH ist ein anderes Busunternehmen aus Südwestfalen bereits diesen Weg gegangen. Deren zusammen mit den Dortmunder Stadtwerken AG neu gegründetes Tochterunternehmen "Dortmund-Märkische Eisenbahn GmbH" wird ab Mai 1999 an Stelle der DB AG den Personenverkehr auf der Bahnstrecke Dortmund - Hagen - Lüdenscheid betreiben. Als Mobilitätsdienstleister sollte die VWS auch auf dem Wachstumsmarkt "Schienenverkehr" präsent sein. Dieses Modell bietet zudem die Chance, den Bewohnern des Netpher- und des Johannlandes ein Nahverkehrsangebot aus einem Guß zu bieten.

Die Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn" wird den Dialog mit der VWS suchen, sobald deren vom Kreistag eingeforderte Stellungnahme zu dem Reaktivierungs-Gutachten der PGN vorliegt. "Dann", so Christian Wachs, "haben wir eine gute Diskussionsgrundlage für eine zukünftige Arbeit im Sinne eines optimalen Nahverkehrs im Netpher- und Johannland. Darüber hinaus wollen wir mit eigenen sachkundigen Untersuchungen und Planungen einen Beitrag zur Entwicklung einer wirtschaftlich optimale Fahrplan- und Linienkonzeption beitragen." Die Ergebnisse werden nach der Fertigstellung der Untersuchungen allen in Gemeinderat und Kreistag vertretenen Parteien, der VWS sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.



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