Zugverkehr auf der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen

Bürgerinitiative "PRO JOHANN-LANDBAHN" e.V. Ausbau überregionaler Kontakte
zu Initiativen und Experten

Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn" - 02.03.2000

Die Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V. baut ihre überregionalen Beziehungen aus. Ergänzend zu bestehenden Kontakten zu verschiedenen Vereinen im Netpherland besuchten Vertreter der Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V. kürzlich das von dem "Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn" veranstaltete Bahnhofsfest in Wiehl. Ähnlich der Johannlandbahn-Initiative strebt der Förderverein im Oberbergischen Kreis die Reaktivierung des Schienen-Personennahverkehrs auf der Strecke Dieringhausen - Wiehl - Waldbröl - Morsbach an. Zu diesem Zweck hat der Nachbarverein die Bahnstrecke von der Deutschen Bahn AG gepachtet. Nach umfangreichen Unterhaltungsarbeiten werden auf der Bahnstrecke zwischen Dieringhausen und Wiehl nach Jahren ohne jeden Schienenverkehr zu verschiedenen Anlässen Sonderfahrten durchgeführt. "Besonders interessant sind für uns Fahrten mit einem modernen RegioShuttle von der Firma ADtranz, die am 9. September 2000 durchgeführt werden sollen", so Christian Wachs, Vorsitzender der Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V.

Ebenso große Bedeutung sieht die Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V. in Kontakten zu Verkehrsunternehmen, die schon langjährige Erfahrungen mit der Durchführung von Schienen-Personennahverkehr haben und zum Teil innerhalb der vergangenen Jahre bei Streckenreaktivierungen beteiligt waren. Neben der Dürener Kreisbahn (Strecke Jülich - Düren - Heimbach) ist hier die Württembergische Eisenbahngesellschaft (WEG) zu nennen. Herr Aschpalt, Leiter der Direktion der WEG, nannte im Rahmen einer Podiumsdiskussion bei dem Bahnhofsfest in Wiehl wesentliche Faktoren für erfolgreiche Strecken-Reaktivierungen: "Zentrale Erfolgsgeheimnisse sind die Vervielfachung der Zahl der Bahnhöfe und Haltepunkte, die Einführung eines klaren und dichten Taktverkehrs mit abgestimmten Anschlüssen im integralen Taktfahrplan und der Einsatz moderner und rationeller Fahrzeug- und Logistikkonzepte." Hier sieht sich die Bürgerinitiative in ihren Forderungen hinsichtlich der Reaktivierung des Schienen-Personennahverkehrs zwischen Siegen-Haupt-bahnhof und dem Netpherland bestätigt. "Diese Elemente werden auch die Johannlandbahn zum Erfolgt führen", so Walter Schindler, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V.

Außerdem nannte Herr Aschpalt interessante Zahlen von Bahnstrecken, die in Württemberg von der WEG betrieben werden: Auf der Wieslauftalbahn Schorndorf - Rudersberg konnten die Reisendenzahlen von 1.250 unter DB-Regie auf inzwischen über 4.900 Reisende pro Tag fast vervierfacht werden; der Anteil des Schülerverkehrs beträgt hierbei lediglich 25 Prozent. Die Strecke wird mit einem Kostendeckungsgrad von 82 Prozent betrieben! Auf der Schönbuchbahn, dem "jüngsten Kind" der WEG, wird nach einer 30-jährigen Zeit ohne Schienen-Personennahverkehr heute werktags ein Taktverkehr von 5.00 Uhr bis 1:00 Uhr angeboten (Sa.: 7 bis 1 Uhr, So.: 8 bis 23 Uhr). "Anstatt der vorab geschätzten 2.500 Fahrgäste transportieren wir inzwischen über 6.000 Personen pro Tag. Besonders überraschend ist hier die Tatsache, daß 73 Prozent der Fahrgäste auf der Bahnstrecke zwischen den Endpunkten Böblingen und Dettenhausen nur im Binnenverkehr unterwegs sind und die Ausrichtung der Strecke auf den Ballungsraum Stuttgart damit wesentlich geringer ausgeprägt ist, als von uns vorab erwartet", so Herr Aschpalt von der WEG. Nach Ansicht der Bürgerinitiative wäre es auf der Johannlandbahn ein großer Erfolg, wenn ähnlich umfangreiche Verkehrsströme innerhalb des Stadtgebietes von Netphen auf der Schiene stattfinden würden. Dann würde die Johannlandbahn einen maßgeblichen wirtschaftlichen und wirtschaftsfördernden Faktor im Netpherland darstellen. "Der Erfolg der Schönbuchbahn sollte auch die Entscheidungsträger im Kreis Siegen-Wittgenstein von der sinnvollen Reaktivierung der Johannlandbahn überzeugen", so abschließend Christian Wachs, Vorsitzender der Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V.



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