Zugverkehr auf der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen

Johannlandbahn ohne Alternative

Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Pro Johannlandbahn" - 12.04.2001

Die neuen Impulse die in die Netphener Verkehrsdebatte eingebracht wurden, belegen es: Zur Johannlandbahn gibt es keine Alternative. Die Dreis-Tiefenbacher brauchen Entlastung und das so schnell wie möglich und die gibt es nur mit der Johannlandbahn.

Der Beginn der Planungen der Netpher Ortsumfahrungstraße liegt in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Anfang dieses Jahres hat man mit den Vorbereitungen zum Bau der 1,7 km langen Trasse begonnen. Die Straße, die mindestens 30,5 Mio. DM kosten wird, soll im Jahr 2005 fertiggestellt sein, also fast 30 Jahre nach ihrem Planungsbeginn.

Angesichts der allgegenwärtigen Knappheit in den öffentlichen Kassen ist davon auszugehen, dass neue Straßenbauprojekte an die milliardenschwere Wunschliste ganz hinten angestellt werden und keinesfalls weder kurz- noch mittelfristig realisiert werden können.

So wünschenswert eine Ortsumfahrung für Dreis-Tiefenbach ist, so klar ist auch, sie wird im ersten Drittel dieses Jahrhunderts nur schwerlich zu realisieren sein. Die Dreis-Tiefenbacher werden noch weitere 30 Jahre auf eine wirkliche Entlastung der heutigen Verkehrsverhältnisse warten müssen. Das bedeutet für die dort wohnenden und arbeitenden Menschen weitere 30 Jahre Stau, steigendes Verkehrsaufkommen und weiterhin hoher Schadstoffausstoß. Von den Kosten einer solchen Straße wurde wohlweislich noch gar nicht gesprochen.

Die Alternative dazu heißt Reaktivierung der Johannlandbahn. Für deren Infrastruktur - einschließlich des Umbaus des Weidenauer Bahnhofs - wurde ein Betrag von 12,8 Mio. DM gutachterlich ermittelt. Die benötigten modernen Triebwagen kosten 8,4 Mio. DM. Umfangreiche Landeszuschüsse stehen zur Abholung in Düsseldorf dafür bereit. "Die Mittel für die Johannlandbahn sind wie ein Sechser im Lotto", so Walter Schindler, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative. "Eine solche Chance bekommt die Region nicht ein zweites mal".

Die Schienenstrecke von Siegen Hbf bis Deuz ist 14,5 km lang. Die Johannlandbahn kann bereits ab 2004 Entlastung für Deuz, Netphen und Dreis-Tiefenbach, und wenn man über den Tellerrand schaut, auch für Weidenau und Siegen bringen. Außerdem endet der Schienenstrang nicht in Deuz, eine Weiterführung bis Salchendorf, Helgersdorf oder Werthenbach Bhf. ist ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich.

Die Johannlandbahn bietet im Zusammenspiel mit den vertakteten Zubringerbussen aus allen Stadtteilen die Chance, mit einem Mal einen Quantensprung im Nahverkehr der Stadt Netphen zu vollziehen. Die Ergebnisse der Econ-Consult-Untersuchung zeigen, dass die Netpher Bevölkerung mit ihrem ÖPNV sehr unzufrieden ist. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf. Diese Sichtweise wird einmütig von allen Netpher Ratsfraktionen geteilt.

Ohne Johannlandbahn wird der notwendige Quantenspung nicht vollzogen werden. Über Jahrzehnte wird sich nichts an der zu hohen Verkehrsbelastung für die Dreis-Tiefenbacher verändern. Ohne Johannlandbahn ist das die verkehrspolitische Realität in diesem Stadtteil. Ganz im Gegenteil: Die prognostizierten Zuwächse im Straßenverkehr mit Personen und Gütern werden die gegenwärtigen Verhältnisse noch deutlich verschärfen. Die gewünschte "Freie Fahrt statt Dauerstau" wird es nur nur mit der Johannlandbahn geben.



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